Cordyceps

Der Cordyceps sinensis wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hoch geschätzt.

Weitere verbreitete Namen

  • Raupenpilz
  • Tibetischer Raupenkeulenpilz

Den Namen Raupenpilz erhielt er wegen seiner ungewöhnlichen Nahrungsgrundlage. Er wächst nicht wie andere Pilze auf Holz, sondern befällt eine bestimmte Raupenart unter der Erde. Diese tötet er ab und nutzt das abgetötete Tier als Nahrung. Im Frühling treibt der Pilz aus und bildet oberirdisch gestielte, keulenförmige braune Fruchtkörper. Seine Sporen werden durch den Wind verbreitet.

Der Cordyceps stammt aus dem tibetischen Hochland. Inzwischen ist es gelungen, den Pilz auch in Kultur zu züchten. Es hat sich gezeigt, dass der Cordyceps aus Kultur ebenso wirksam ist wie der aus der freien Natur.. Sowohl in der tibetischen wie auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin wird er aber auch für ein Vielzahl medizinischer Zwecke verwendet.

Der Raupenpilz ist ein Naturprodukt und ohne Nebenwirkungen. Man kann Cordyceps sinensis über viele Jahre hinweg bedenkenlos täglich zu sich nehmen.


Wenn Ameisen von einem Pilz der Gattung Ophiocordyceps befallen werden, dann erwartet sie häufig ein schauriges Ende. Der Parasit verwandelt die Insekten in willenlose Zombies und sorgt dafür, dass sie sich mit ihren Mundwerkzeugen in Pflanzenmaterial krallen bevor sie sterben, damit der Pilz besonders gut wachsen und seine Sporen weiterverteilen kann. Diese Gehirnwäsche gelingt den Pilzparasiten aber offenbar nur bei der Ameisenspezies, die ihren natürlichen Wirt darstellt, wie Forscher um Charissa de Bekker vom Penn State College nun herausfanden.

De Bekker und ihre Kollegen untersuchten eine neue entdeckte Pilzspezies aus Nordamerika, die den vorläufigen Namen Ophiocordyceps unilateralis sensu latoträgt und üblicherweise eine spezielle Ameisenspezies der Gattung Camponotusübernimmt. Die Wissenschaftler testeten, was passiert, wenn sie andere Ameisen der gleichen oder einer anderen Gattung dem Pilz aussetzten. Dabei stellten sie fest, dass dieser die Insekten zwar befallen und töten konnte – ihr Verhalten konnte er aber nicht manipulieren. Ein Versuch mit den Gehirnen der Ameisen offenbarte, dass der Pilzparasit sich in Gegenwart des Denkorgans eines fremden Wirts offenbar anders verhält. Zwar setzt er ebenfalls eine Reihe von chemischen Stoffen frei, die beiden Neuromodulatoren GBA und Sphingosin schüttete er aber nur bei der Ameisenspezies verstärkt aus, bei der er sich üblicherweise zuhause fühlt. Die Forscher gehen davon aus, dass nicht ein einziger Stoff, sondern vielmehr das Zusammenspiel aller Substanzen dafür sorgt, dass der Pilzparasit das Verhalten der Ameisen kontrollieren kann. “Es ist beeindruckend, dass der Pilz zu wissen scheint, dass er sich in der Nähe des Gehirns seines üblichen Wirts aufhält”, so de Bekker. “Entsprechend passt er sein Verhalten an.”

© Spektrum.de

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